Es ist grau, regnet und ist einfach ungemütlich kalt. Dafür riecht es langsam schon so ein bisschen nach Winter. Keine Ahnung, wie ich den Geruch beschreiben sollte. Etwas schwerer, miefiger, wenn auch nicht wirklich schlecht riechend. Jetzt fehlt eigentlich nur noch der Schnee, der sich dann auf diese wunderbare Weise mit dem grauen, wolkenverdeckten Himmel beißt.
Ähmm, Moment. Ach das mit dem Wetter habe ich falsch verstanden. In diesem Post ist von Waffenwetter die Rede. Dem neuen Buch von Dietmar Dath, das ich zurzeit lese. Bitte beachten, dass ich erst auf Seite 38 bin, aber ich hoffe, dass es noch sehr viel besser wird, denn zurzeit würde ich es am liebsten in die Ecke werfen.
Dath macht es dem Leser wirklich schwer. Denn der Roman ist aus der Sicht der Protagonistin (ich liebe dieses Wort) Claudia geschrieben. Er spiegelt also ihre Gedanken wieder. Aber warum deshalb alles durchweg kleingeschrieben ist, die alte Rechtschreibung vorherrscht und Sätze immer wieder nicht beendet werden, kann ich mir dennoch nicht erklären oder wie denkt man bitte kleingeschrieben oder in alter Rechtschreibung. Und ja, ich kann dieses sprachliche Mittel zur Darstellung verstehen und es macht den Charakter auch irgendwie interessant, aber es ist unheimlich nervig, wenn auf jeder Seite, zwei bis drei Sätze ins Leere laufen. Da hab ich dann auch keine Lust mehr immer zu überlegen, wie die wohl enden. Und der Charakter von Claudia kommt mir auch ein bisschen komisch vor. Ja, klar. Man verhält sich der besten Freundin anders gegenüber, als dem Großvater (obwohl zu ihm auch eine etwas engere Beziehung herrscht) oder dem heimlichen Geliebten, aber ich finde es wirkt nicht echt…
Meine einzige Hoffnung besteht, wie gesagt, dass es dann auch in diesem Buch schneit und sich der Schnee dann auf diese wunderbare Weise mit dem grauen Anfang beißt.