Ich muss schon sagen: Meine Motivation ist gerade – mitten in den Ferien – an einem unerreichten Tiefpunkt angelangt. Viel lieber beschäftige ich mich mit The Force Unleashed und der Enhanced Version von The Witcher. Ein gutes und ein geniales Spiel.
Und meine Versuche einen Artikel zu PeterLicht für Keine Unterhaltung zu schreiben sind … sagen wir … ziemlich mies. Außerdem stört mich gewaltig, dass ich von meiner Studienfahrt bisher nur über die Busfahrt geschrieben habe und noch gar nichts Richtiges über Prag.
Also Prag kann schön sein, ist es aber nur an wenigen Orten wirklich. Die Altstadt gehört zu diesen Plätzen, selbst wenn man auch hier das Gefühl hat, dass alle Fassaden mal einen neuen Anstrich gebrauchen könnten. Unsere ersten beiden Tage in Prag waren von sehr viel Lauferei geprägt, zwei Tage reine Führung durch alles, was in Prag sehenswert ist. Der Pulverturm, das alte Rathaus und (wow, jetzt muss ich bei Wikipedia schon wieder die Namen nachschlagen…) die Prager Burg mit dem sehr beeindruckenden Veitsdom, die Karlsbrücke, dem Wenzelsplatz, das Tanzende Haus, jede Menge Synagogen usw.
Das klingt nicht nur anstrengend, das war es auch wirklich.
Dann ging’s noch nach Theresienstadt und Umgebung. Da hatten wir einen Führer, der unglaublich gut Deutsch sprechen konnte (und es sich scheinbar selber beigebracht hatte). Das war glaube ich am Donnerstag… äh, ich könnte mit dem Kursfahrt-Artikel noch ein paar Probleme bekommen. Aber da waren wir am Abend auf jeden Fall im schwarzen Theater, eine wirklich, wirklich, wirklich schlechte Erfahrung (die auch noch jeden 20 Euro gekostet hat). Es war so eine Mischung aus Pantomime, Tanz und zu knappen Schwarzlichteinsatz, deren Geschichte man nicht wirklich verstanden hat, wenn man vorher nicht den Inhalt kannte (genau zwei Leute hatten sich den Pressetext zu dem Stück vorher durchgelesen). Die schauspielerische wie die tänzerische Darbietung war bescheiden und der Schwarzlichteinsatz, wie gesagt, zu knapp. Danach ging’s in die Hotelbar… das hat den Abend gerettet *hust*
Am Freitag gab’s noch einmal eine kurze Führung durch die Stadt, diesmal geleitet von unseren Lehrern, die sich diesmal besonders auf Architektur konzentriert haben, was nicht nur ich sehr ermüdend fand. Nachmittag war frei, dann ging’s auf die Moldau. Und wieder wurden wir über den Tisch gezogen (zuvor 9 von uns in einem Irish Pub). Die Schifffahrt hat für jeden 38 Euro gekostet. Dafür gab’s dann aber auch ein sehr kleines Buffet, bei dem bei meinem zweiten Besuch fast alles weg war. Und abgesehen davon, dass wir die Hälfte unserer Fahrt in Schleusen verbracht haben, wurde uns verdächtig schnell nach dem Ausstieg gesagt, dass eine Deko-Paprika von einem unserer Tische entwendet worden sein. Nach einer halben Stunde Diskussion im Kalten mussten wir den „Schaden“ bezahlen. Dass unser Busfahrer ebenso verdächtig verschwunden war, ließ uns allerlei Witzchen reißen, besonders da er bei uns spätestens auf der Fahrt nach Theresienstadt unten durch war, wo er uns etwa fünfmal fast umgebracht hätte (bin mir nicht ganz sicher, hab irgendwann aufgehört die Fast-Unfälle zu zählen). Am Samstag morgen ging’s dann erheblich schneller wieder nach Hause. Wir waren so gegen sieben Uhr abends wieder in Rheinbach.
Merkwürdig wie auch so eine Fahrt ohne nennenswerte Höhepunkte trotzdem viel Spaß gemacht hat, hing wohl mit der Gesellschaft zusammen, mit der man bis auf wenige Aufnahmen wirklich gut auskommen konnte.
So dann wäre das jetzt auch erledigt und ich kann diesen Blog wieder ruhigen Gewissens vor sich hin vegetieren lassen.